Wie mache ich tolle Fotos?

Wie mache ich tolle Fotos?

Gute Frage - auch ich hab daruf nicht immer eine passende Antwort!

Mir geht es aber vielmehr darum, mit Dir meine Erfahrungen zu teilen und eine kleine Anleitung zu geben, wie man anstatt netten Aufnahmen Fotos mit einem „Whow-Effekt“ machen kann – und zwar regelmäßig und nicht nur durch Zufall.

Ich denke ich bin weit davon entfernt mich einen „Profi“ zu nennen, vielmehr habe ich in den letzten Jahre immer wieder Fertigkeiten erlernt (an dieser Stelle vielen Dank an meinen Freund uns begnadeten Fotografen Florian für seine Geduld bei meinen doofen Fragen), Dinge hinterfragt, YouTube-Video angesehen und immer wieder was dazu gelernt.

Und das alles habe ich einfach mal aufgeschrieben, damit Du sozusagen einen kleinen „Leitfaden“ hast und so auch Deine Fähigkeiten und Kenntnisse Schritt für Schritt verbessern und vertiefen kannst.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß beim Lesen & Lernen und natürlich stehe ich Dir gerne auch per Email unter martin@astrofocus.at für weitere Fragen zur Verfügung.

8 Schritte zum Erfolg

Vorausschickend kann man eines definitiv sagen:

Eine teure Kameraausrüstung ist absolut keine Garantie für tolle Fotos!

Die Bilder macht immer noch die Person HINTER der Kamera.

Eine gute Ausrüstung erleichtert Vieles, aber man muss die Kamera als Werkzeug betrachten: ein gutes Stück Fleisch kocht sich auch nicht von selbst und so mancher Koch hat schon aus dem besten & teuersten Filetsteak eine Schuhsohle gemacht...

1. Basiswissen

Lerne die fotografischen Grundlagen!

Den perfekten Umgang mit Themen wie

  • Blende
  • Tiefenschärfe
  • Verschlusszeiten
  • ISO-Werte
  • Weissabgleich
  • Brennweite
  • Megapixel, Dynamikumfang
  • Histogramm beurteilen
  • Bildformate (Vollformat FX, DX, Cropfaktoren)

musst Du aus dem „ff“ beherrschen.

Wenn Du diese Grundlagen beherrschst, ist der Grundstein für gute Fotos gelegt.

Gute YouTube-Tutorials (nicht nur zu fotografischem Basiswissen, sondern auch zu vielen anderen Bereichen) findest Du unter anderem von folgenden Fotografen:

2. Kenne deine Kamera

Die beste und teuerste Kamera nützt Dir absolut nichts, wenn Du Dein Arbeitsgerät nicht perfekt bedienen kannst. nsbesondere in der Nacht bei Astroaufnahmen, wenn es kalt ist und die Finger klamm ist das unbedingt notwendig.

Schaue Dir Tutorials auf YouTube dazu an, „read the manual“, probiere verschiedene Einstellungen aus und übe die Handhabung, bis Du Deine Kamera im Schlaf beherrschst.

3. Aufnahmeformat

Es ist absolut keine „Glaubensfrage“, ob man seine Bilder im RAW-Format aufnimmt und somit die maximale Bildinformation erhält und diese in der Nachbearbeitung auch nutzen kann, oder sich auf die Kamera verlässt und die von der Kamerasoftware vor-bearbeiteten Bilder im JPEG-Format speichert.

Auch die Dateigröße ist heutzutage echt kein Thema mehr: eine schnelle SD-Karte mit 128GB kostet bei Amazon schon um rund € 20,—!

Tolle Bilder in JPEG zu machen ist eigentlich kaum möglich und wer eine tolle Kamera mit vielen Megapixel und hohem Dynamikumfang besitzt und in JPEG aufnimmt, fährt seinen Ferrari nur im Retourgang!

4. Bildkomposition

Sicher hast Du Dich manchmal gefragt „Warum schauen meine Fotos nicht so gut aus, obwohl doch alle für Instagramm von hier Ihre Fotos machen?“

Genau das ist oft das Problem: Alle machen Ihre Fotos mit dem Handy vor den Augen Hochformat vom selben Platz aus!

Oft genügt es ein paar Meter zur Seite zu gehen oder einfach aus tieferer Perspektive zu fotografieren.

Außerdem: Das menschliche Gesichtsfeld entspricht absolut NICHT den hochformatigen Fotos auf Insta, sondern Querformat (Landscape) im Format 16:9!

Lerne mit Basis-Themen der Bildgestaltung wie

  • Goldener Schnitt
  • Vordergrund/Hintergrund
  • Bildachse
  • Bokeh

umzugehen, um perfekt Fotos zu gestalten.

5. Zeit & Ort planen

Alles Bisherige wird aber nichts helfen, wenn Du zur falschen Zeit am falschen Ort bist.

Spezielle Lichtstimmungen erzeugen spezielle und tolle Bilder, dazu muss man aber eben auch genau über Begriffe wie

  • Goldene Stunde („Golden hour“)
  • Blaue Stunde
  • Sonnenaufgang/-untergang
  • Mondaufgang/-untergang
  • Sichtbarkeit und Position der Milchstrasse

Bescheid wissen, die jeweiligen Vor- & Nachteile kennen und nutzen können.

Es nützt nichts, ein Foto vom Sonnenuntergang machen zu wollen und wenn man ankommt festzustellen, dass die Sonne schon untergegangen ist oder genau hinter dem gewünschten Objekt untergehen wird und man somit anstatt der erhofften weichen & warmen Lichtverhältnisse eine Gegenlichtsituation vorfindet.

Tolle Aufnahmen entstehen meistens nicht zufällig, sondern sind gut geplant, man kennt die Location oder hat sie vorher besucht und weiß auch schon wann und von wo aus man fotografieren wird. Und man checkt vorher ab, ob die Location zum gewünschten Aufnahmezeitpunkt überhaupt zugänglich ist und ob und wann eine eventuelle Beleuchtung etc. ein- oder ausgeschaltet ist.

Für eine gut Planung kann ich Euch die App „PhotoPills“ sehr empfehlen - ich nütze sie ständig und planen meine Aufnahmen sozusagen “von der Couch aus”.

6. Das Shooting

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7. Nachbearbeitung/Entwicklung

Wer sich nicht von der Software der Kamera bevormunden lassen will und in RAW aufnimmt kommt um Nachbereitung, korrekter gesagt um „Entwicklung“ der Aufnahmen nicht herum.

Und wer viel Geld in seine Kameraausrüstung investiert, sich fortbildet und seine Freizeit für das Fotografieren verwendet, sollte auch ein wenig in eine gute und leistungsfähige Software investieren.

Hier kann ich jedem nur die Adobe-Programme „Lightroom“ und „Photoshop“ ans Herz legen.

Zugegeben das Abo für beide Programme kostet monatlich um die € 20,—, aber wer das Fotografieren ernstlich über zufällige halbwegs gute Schnappschüsse hinaus betreiben will, wird daran kaum vorbeikommen.

Um den perfekten Umgang mit diesen Programmen zu lernen kann ich Dir wieder verschiedene Tutorials auf YouTube sehr empfehlen…macht Spaß und man lernt unheimlich viel dabei!

Für Photoshop kann ich folgendes Tutorial sehr empfehlen:

Für Lightroom gibt es auch unglaublich viele Tutorials auf Youtube, folgende habe ich selbst genutzt:

8. Zeig Anderen Deine Fotos !

Tue Gutes und sprich darüber !

Ich habe viele Jahre eigentlich nur für mich Fotografiert.

Ja natürlich hab‘ ich manchmal Freunden die Fotos gezeigt, von  Urlauben gibt es ein Fotobuch, aber sonst irgendwie habe ich meine Fotos nicht hergezeigt.

Eine befreundete Berufs-Fotografin hat dann einige meiner Aufnahmen gesehen und gemeint es ist schade, wenn die keiner zu sehen bekommt – und hat damit vollkommen recht gehabt ;-).

Facebook,  Instagramm und auch der Status in Whatsapp machen Deine Bilder vielen Menschen zugänglich - ganz viele sehr nette Nachrichten, Zustimmung, Lob, Fragen und dadurch auch der Auslöser diese Webseite zu erstellen ;-)

Also macht Fotos, zeigt sie herum, postet und bittet auch Freunde und vor allem gute Fotografen um ihr wirklich ehrliches Feedback – nur so kann man lernen und sich verbessern.

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